Dr. Lars Franken und Prof. Dr. Jörn Schulte veröffentlichen Beitrag: Beurteilung der Eignung von Betafaktoren mittels R²- und t-test: Ein Irrweg?
Dr. Lars Franken und Prof. Dr. Jörn Schulte haben im Heft 22/2010 der Zeitschrift „Die Wirtschaftsprüfung“ einen Fachbeitrag veröffentlicht, der sich mit der Frage beschäftigt, ob die „klassischen“ Testverfahren zur Beurteilung der statistischen Belastbarkeit von Betafaktoren tatsächlich geeignet sind. Als alternatives Filterkriterium wird die Betrachtung der Liquidität der untersuchten Aktien vorgeschlagen. Dieses Kriterium gibt Hinweise zur Effizienz der Informationsverarbeitung des Marktes. Eine zusätzliche Auswahl der Betafaktoren anhand dieses Kriteriums erscheint daher grundsätzlich sachgerechter, um prognosegeeignete Betafaktoren zu bestimmen. Im Einzelnen ist zur Operationalisierung des vorgestellten Ansatzes die Bestimmung von Liquiditätskennzahlen für die Filterung von Betafaktoren sowie die Identifikation konkreter Liquiditätsschwellenwerte erforderlich. Eine entsprechende Publikation ist derzeit in Vorbereitung.
Weitere Fortsetzung des IDW S 5 verabschiedet: Besonderheiten bei der Bewertung von Technologien
Der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW hat am 23.05.2011 eine weitere Fortsetzung von IDW S 5 verabschiedet, die vom Hauptfachausschusses (HFA) in dessen Sitzung am 10.06.2011 billigend zur Kenntnis genommen wurde.
IDW S 5 stellt die allgemeinen Grundsätze zur Bewertung immaterieller Vermögenswerte dar und erläutert in der bisherigen Fassung die Besonderheiten bei der Bewertung von Marken und von kundenorientierten immateriellen Werten. In dem neuen Kapitel werden nun die Besonderheiten der Bewertung von Technologien erörtert.
Die Fortsetzung von IDW S 5 behandelt dabei ausschließlich Grundsätze der Bewertung von patentierten und nicht patentierten Innovationen und technischen Erfindungen sowie summarisch als „Know How“ bezeichneten Betriebsgeheimnissen, technische Prozessen und Rezepturen. Einer Technologie, in Form von bestimmten Kenntnissen oder Verfahren, ist demnach ein Wert zuzurechnen, wenn es dem Eigentümer durch deren Nutzung gelingt, höhere Zahlungsüberschüsse zu erzielen als ohne deren Anwendung.
Für die Bewertung von Technologien bevorzugt IDW S 5 grundsätzlich die kapitalwertorientierten Verfahren.
IVC Independent Valuation & Consulting veröffentlicht Praxishandbuch zum Kapitalisierungszinssatz
Die Vorstände der IVC Independent Valuation & Consulting Andreas Dörschell, Dr. Lars Franken und Prof. Dr. Jörn Schulte veröffentlichen im IDW Verlag das Praxishandbuch "Der Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung". Erscheinungstermin
war der 10. November 2009.
Aufbauend auf dem allgemeinen Rahmen des IDW S 1 zur Ableitung eines Kapitalisierungs-zinssatzes geben Dörschell/Franken/Schulte praktische Empfehlungen, wie ein unternehmensspezifischer Zinssatz unter Rückgriff auf Kapitalmarktdaten ermittelt werden kann. Zentrale Bestandteile sind dabei die konkrete Ableitung eines Betafaktors im Rahmen des CAPM und eine Würdigung der verwendeten Marktrisikoprämie.
Zudem werden aktuelle Aspekte wie Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf den Kapitalisierungszinssatz diskutiert. Weitere, in der Praxis relevante Themen wie mögliche Zu- bzw. Abschläge bei kleinen und mittleren Unternehmen werden ebenfalls erörtert.
Veranstaltung der IDW Akademie: Modeling und Kapitalkosten in der Unternehmensbewertung
Andreas Dörschell und Dr. Lars Franken führen gemeinsam mit Dominik Lehmann am 21. und 22. November 2011 zum 9. Mal die o.g. Veranstaltung der IDW Akademie durch. Im Zentrum der Veranstaltung steht die praktische Unterstützung bei der Erstellung von Excel-Bewertungsmodellen und bei der Ableitung kapitalmarktgestützter Kapitalkosten.
Damit hat IVC im Jahr 2011 mehr als 270 Personen - Wirtschaftsprüfer und weitere Interessierte – im Rahmen dieses Intensivseminars in der praktischen Unternehmensbewertung geschult. Die Resonanz war so gut, dass zusätzlich zu den zunächst zwei geplanten Terminen insgesamt sieben ausgebuchte Folgeveranstaltungen angeboten werden mussten.
Veranstaltungen für das Jahr 2012 befinden sich derzeit in Planung.
Aktualisierungen zu „Kapitalkosten 2010 für die Unternehmensbewertung“
Mit der empirischen Kapitalkostenstudie „Kapitalkosten 2010 für die Unternehmensbewertung“ erhält der Leser sachgerecht aufbereitete Kapitalmarktdaten für die praktische Durchführung der Unternehmensbewertung.
Die Studie enthält für die 110 Unternehmen des HDAX die in nachvollziehbarer Weise ermittelten bewertungsrelevanten Daten Betafaktor, Fremdkapitalkosten und Kapitalstruktur. Durch Gliederung nach Branchen werden zudem Durchschnittsbetas ermittelt.
Die Daten werden in Tabellen und Grafiken aufbereitet. Diese Daten können als Grundlage für die praxisgerechte Ermittlung der Kapitalkosten im Einzelfall dienen.
Dem Leser stehen die Aktualisierungen der Kapitalmarktdaten auf die Stichtage 31.12.2009, 31.03.2010, 30.06.2010, 30.09.2010, 31.12.2010, 31.03.2011 sowie 30.06.2011 über einen Onlinezugang des IDW Verlags zur Verfügung, die Daten zum Stichtag 30.09.2011 werden in Kürze folgen. Die Aktualisierungen enthalten auch innovative Ansätze der aktuellen Diskussion, wie den Total-Beta-Ansatz, und eignen sich besonders für Wertindikationen bei KMU.
Themen
Unternehmensbewertung
Kaufpreisverteilungen (PPA)
Optionsbewertungen
Fairness Opinions
Gerichtsgutachten
Due Diligence
weitere IVC Independent Valuation & Consulting-Gesellschaften
Corporate Finance Research GmbH
IVC Public Services GmbH WPG




